Ja, wir haben durchaus auch schon versucht, ernsthaft zu dichten. Was liegt da
näher als das 'Ewig Weibliche' das uns wo auch immer hinzieht...

 

Kampf der Geschlechter

 

Männer – hört man – seien Schweine
Denn sie wollten nur das eine

Vom Ural bis an die Elbe
Woll'n auch Frauen stets dasselbe
Doch aus einem andern Grund
Hier begraben liegt der Hund
Schuldig an der Riesenkluft,
Die uns trennet bis zur Gruft.

Männer tun es hirnlos heiter
Frauen denken – meistens – weiter
Sind im Sinnlichen gescheiter
Wägen Spross für Spross die Leiter
Aller Folgen solchen Spassens
Resultat ist oft: sie lassen's

Denn sie wollen mehr als Lüste
Runde Po's und pralle Brüste
Frauen suchen Arbeitskräfte
Potentaten im Geschäfte
Die sich lebenslang verdingen
Ruhelos den Pickel schwingen
Den Verdienst nach Hause bringen

Solchen Mannen kann's gelingen
Dass zum Ziele kommt die Lust
Da die Frau sich sagt: 'Du musst'

Also lässt sie Spitzen spielen
Lässt ihn durch die Ritzen schielen
Gross die Augen, klein das Näschen
Mimt sie ihm das Playboy-Häschen
Gibt sich schwach, lässt sich verführen
Sich fast überall berühren
Da ein Seufzen, dort ein Stöhnen
Das den Mann da soll entlöhnen
Für sein eifriges Bemühn

Ach der Eitle wähnt sich kühn
Glaubt, ER sei der dominante
Herrscher über Bettes Kante
Wo er doch in Lustes Hetze
Sich verfängt in Spinnes Netze.

Die Moral von der Geschicht
Allzu übel ist das nicht
Jeder kriegt was er erstrebt
Und bezahlt solang' er lebt

Einzig eines ist verboten
Diese Dinge auszuloten
Zu beleuchten, aufzudecken
Dies kann beide Teile schrecken
Also weg mit dem Pamphlet
Auf dass es stets so weitergeht