Denk-Aufgabe 1001 vom 1.3.2010

 

Glauben oder Wissen - das ist die Glaubensfrage

Die Grenzziehung zwischen Wissen und Glauben ist eine reine Glaubensfrage. Für die Fundamentalisten unter den Gläubigen ist Glauben viel stärker, stringenter, zwingender und vor allem stabiler als das stündlich sich wandelnde 'Wissen' der Wissenschaft. Für die Fundamentalisten unter den Wissenschaftlern ist natürlich umgekehrt ihr Wissen viel stärker, zwingender, objektiver, gültiger als all die Glauberei in den Religionen, die sich ja nicht einmal auf anständige Kausalzusammenhänge bis auf den Urknall oder andere Axiome zurückführen lässt. Das hübsche Fremdwort 'Axiom' lässt dabei vergessen, dass es sich dabei um eine nicht weiter hinterfragte, nicht beweisbare Annahme handelt, also einen klassischen Glaubenssatz. Ob man an Götter, Gott oder an die Ratio, an die Kausalität glaubt, ist insofern einerlei und dagegen ist auch nichts einzuwenden, solange jeder jeden Andersdenkenden leben und weiterglauben lässt. Aber bei ebendieser Toleranz hapert es nach wie vor – hüben und drüben. Wie ist das denn bei Ihnen zuhause, im eigenen Oberstübchen und/oder im Familiengärtlein? Wissen Sie um den Glauben oder glauben Sie ans Wissen? Glauben Sie, dass Wissen auch nur Glauben ist oder wissen Sie, dass auch Gläubige zu wissen glauben?

Ich glaube Sie wissen, dass ich an Ihre Wissensanstrengungen zu diesem Thema glaube - und glauben Sie nicht, ich wisse bereits, was Sie zu wissen glauben. Im Gegenteil, ich bin echt 'gwundrig' und freu mich von Ihnen zu lesen: info@marpa.ch