Denk-Aufgabe 102

 

Angst und Liebe

Wir pendeln zeitlebens zwischen der Liebe - zu uns selbst und allen andern - und der Angst - vor uns selbst und allen andern'. Die Angst tötet und die Liebe belebt.
behauptet Matthyas Arter in seinem neuen Buch 'Franz Padlauer'. Passt doch wunderbar zur Adventszeit, zum Krieg in Afghanistan und zur Lage im Nahen Osten. Damit wir auch noch was Kleines beigetragen haben, sei angefügt, dass 'Angst' von lateinisch 'angustus' = 'eng' kommt. Es wird wohl niemand bestreiten, dass es rund um Bethlehem etwas eng geworden ist in den letzten 55 Jahren und dass mithin die Liebe des dort Geborenen (zu uns selbst und allen andern) zur Zeit einen schweren Stand hat gegen die tötende Angst. - Die weite Beobachtungsdistanz hilft beim Deuten, aber richtig weihnächtlich wird's erst, wenn wir die Enge in der eigenen Brust anschauen, die sich in den oft beengenden Familiendramas manifestiert rund um die heiligsten Tage des Jahres. Wie wär's, wenn wir einen winzig kleinen Teil der vielen freien Zeit für tiefe persönliche befreiende Gespräche nützten?