Denk-Aufgabe 1403 vom 21.9.2014

 

Die 11 Marpa-Gebote

 

1. Halte dich an keine Gebote, sondern suche immer wieder neu tief in dir nach deinen aktuellen Wahrheiten und respektiere, dass sowohl du wie alle andern bei der Suche immer wieder auf neue und andere Wahrheiten stossen.

2. Habe Göttinnen und Götter, so viele oder so wenige, wie du willst. Nur verlange von niemandem, dass sie oder er dieselben Göttinnen - oder gar keine - verehre wie du und dies womöglich noch in gleicher Weise wie du. Hüte dich vor Fundamentalismus und Fanatismus - eigenem und fremdem.

3. Mache dir Bildnisse von deinen Göttinnen und Göttern, so vielfältige und bunte, wie du kannst und gebe ihnen beliebige Namen. Preise sie nach deinen Möglichkeiten und Talenten - oder lobe die Schöpfung ohne Göttinnnen oder Götter. Fühle dich frei in deiner Schöpferkraft - und lass auch alle andern sich frei fühlen darin, ihre Schöpferkraft in anderer Weise zu nutzen als du.

4. Bestimme so frei wie möglich über deine Zeit. Arbeite so lange und so hart und mit so vielen Unterbrechungen, wie es zur Erreichung deiner Ziele und zur Einhaltung der von dir freiwillig eingegangenen Verpflichtungen nötig ist, ohne dass du anderen zur Last fällst. Gib dem Lob der Schöpfung und der allfälligen Lobpreisung deiner Göttinnen und Götter den Raum, der dir richtig scheint und dich glücklich macht.

5. Ehre alle Entitäten, denen du auf deinem Weg begegnest und die dir helfen, dich zu entwickeln. Dazu können auch Vater und Mutter gehören.

6. Töte achtsam und nur dann, wenn du keine andere Möglichkeit findest, dein Leben oder das derjenigen Entitäten zu retten, die deine Hilfe beanspruchen und für die du freiwillige Mitverantwortung trägst. Und wenn du tötest, töte achtsam, respektvoll, verantwortungsbewusst.

7. Stiehl innere Dinge wie Gedanken, Farben, Klänge, Düfte, Ideen, die dich begeistern. Äussere Dinge stiehl nur im Notfall, um Leben zu retten.

8. Liebe so viele Entitäten, wie du kannst - mit dem Ziel, irgendwann innerlich alle und alles zu lieben. Respektiere beim Ausdruck deiner Liebe den Willen, die Bedürfnisse, das Sosein der geliebten Entitäten.

9. Kommuniziere achtsam. Sage, was du für die Wahrheit hältst, wenn du zur Überzeugung gelangst, dass es für die Beteiligten das Beste ist. Sage nichts oder wenn nötig sogar etwas Falsches, wenn du nach genauer Prüfung deines Gewissens zum Schluss kommst, dass dies für die Beteiligten das Beste ist. 

10. Nütze all dein Begehren als Triebkraft für das dir gemässe Lob der Schöpfung. Begrüsse und bejahe jede Form von Lust, Begehren und Gier und nutze die darin schlummernden Kräfte für die fulminante Kreativität, mit der du auf deine ureigene Weise dein Leben gestaltest und die Schöpfung preist.

11. Pfeif' auf die 10 Gebote und bastle dir deine eigenen. Das sind nur mal meine.

Die Inquisition ist ja zurzeit und im christlichen Bereich - zumindest äusserlich - relativ stillgelegt. Wie es in den Köpfen aussieht, wissen wir gottlob nicht so genau. - Mit Alternativen zum Koran - zum Beispiel etwas weniger 'suren' Suren, also Suren, die weniger (engl.) 'sure' sind oder die uns weniger (schweizerdeutsch) 'suur' aufstossen, warten wir weiserweise mal noch zu.

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