Zu den Denk-Aufgaben 11 bis 2007

 

Denk-Aufgabe 2009 vom 21.7.2020

 

Sprachsäuberer und Denkmalstürmer

Summary für die Eiligen und Atemlosen

Man muss sich nicht mögen, und man muss schon gar nicht alles toll finden, was gerade Mainstream, Mode, 'in' und 'hype' ist. Man kann sich genussvoll über die Sekte der 'political correctness' – was für ein anmassend selbstgefälliger Begriff – ausschütten, sich über den jakobinischen Gesinnungsterror von Klima-, Corona- und Rassismus-Aufgeregten lustig machen, mit den Fingern auf den nackten Kaiser zeigen und auch laut sagen, dass er nackt ist, auch wenn er nur Gesundheitsminister ist. Man braucht sich weder zu ducken noch zu schleimen, kann Klartext reden und braucht sich nicht zu scheuen, bei Übergriffen Gewalt anzuwenden, auch wenn die gerade aktuelle Softy-Moral und das Kuschelstrafrecht das missbilligt. Aber mich freut jedes Mädchen, jeder Knabe, jede Frau, alle, die so lange Kampftechnik trainieren, bis sie jeden Übergriffigen so in die Eier treten können, dass sie ihm amputiert werden müssen. Nicht nach Jahrzehnten der Traumatherapie dann irgendwann irgendeinen Tattergreis verklagen, wenn die Beweislage eh futsch ist, sondern sofort Gewalt anwenden. Wir leben in einer Zeit, in der lieber gejammert als reagiert wird. Physische Gewalt ist eine tolle Sache, wenn sie zur Selbstverteidigung eines Einzelnen oder einer ganzen Nation angewendet wird. Aber man muss sie nicht nur anwenden wollen, sondern auch anwenden können.


Natasha-Naccarato.jpg


Deshalb, liebe Eltern, verlangt nicht von euren Kids, dass sie jeden und jede mögen, oder vor irgendwelchen aufgeblasenen vermeintlichen Autoritätspersonen kuschen. Wer ihnen an die Wäsche will, darf gekratzt, getreten, gebissen, geschlagen, gestochen – mit jedem Mittel zur Strecke gebracht werden, völlig wurst, ob es sich um einen nahen Verwandten, einen Lehrer, einen Minister oder den Papst persönlich handelt. Bringt ihnen nicht Respekt vor irgendwelchen Säcken bei, sondern Krav Maga. Und ermutigt sie, sich auch verbal mit aller Deutlichkeit zu äussern und keine Rücksicht auf die Befindlichkeit von Arschlöchern zu zeigen. Es wird nicht zuviel, sondern zuwenig Klartext geredet, nicht zuviel, sondern zuwenig Gewalt in Notwehrsituationen angewendet, nicht zuviel, sondern zuwenig mit dem Säbel gerasselt von wehrhaften Nationen wie der Schweiz.

 

Mehr für die, die sich nicht gehetzt geben müssen, um an Wichtigkeit zu gewinnen

Dasselbe gilt m.E. auch für die Erwachsenen im Umgang mit staatlicher Autorität. Gerade hat die Justiz der Bananenrepublik Thurgau Leute verurteilt, die einen Tierquäler beim Rumwerfen seiner abgemagerten, verkoteten Schafe gefilmt haben. Diese im Mittelalter steckengebliebenen Gerichte haben aus dem Fall Hefenhofen nichts gelernt. Da ist keine Rücksicht angesagt, sondern lautstarker Protest. Dieser Kanton braucht Nachbarschaftshilfe aus entwickelteren Regionen. Aber die Köpfe kommen in diesem Viertweltkanton erst ins Rollen, wenn man sich traut, auf sie zu zeigen, laut und deutlich, und sich einen Deut um Leisetreter und Maulkorbverpasser aus der Tugendwächterbranche, den Totengräbern der Meinungsäusserungsfreiheit kümmert.

Was für eine hirnrissige Furzidee, Sprech- und Schreibverbote zu verhängen, Leute, die nach einem 'Mohrenkopf' fragen oder  es wagen, Corona mit einer gewöhnlichen Grippe zu vergleichen, einzuklagen und zu verurteilen. Bücherverbrennungen, wie sie die Nazis und viele andere Diktaturen früher feierten, werden heute durch Internet-Zensur im Stil Chinas vollzogen, aber es steckt immer derselbe lächerliche Geist dahinter: über Sprech- und Schreibverbote die Diskurshoheit zu erlangen, die Michel Foucault brillant als zentrales Machtmittel entlarvte, und auf diesem Weg die Gesinnung, das Denken und Fühlen der Massen zu beeinflussen und zu kontrollieren.

Auf dieses Niveau sinken wir zurzeit in den vermeintlichen Demokratien, den westlichen Talfahrtsstaaten ab. Dabei hat es noch nie nachhaltig funktioniert, da nicht nur Sprache, sondern jede Form der Kommunikation schon immer codiert war – und sich mit den Sprech- und Schreibverboten nur die Codierung ändert.

Menschliche Kommunikation ist immer codiert

Das gilt nicht nur für Verbalsprache, sondern für jede Form der Kommunikation. Wer die Körpersprache, Zeichensprache, Klang-, Blink- oder Flaggensignale des oder der andern Kommunikationsbeteiligten nicht kennt, kann die Botschaft nicht decodieren. Jegliche Behauptungen eitler Rezipienten, sie könnten direkt in die Seele des Senders blicken und erkennen, was er 'wirklich ausdrücken' wollte, haben sich bislang als Anmassung erwiesen, genauso wie alle Versuche scheiterten – man denke an die geradezu rührenden Versuche mit 'espreranto' – eine unmissverständliche Verbalsprache zu schaffen. Dies macht die gerade wieder hochaktuellen Trends, Codierung zu verbieten, abzuschaffen, die Verbalsprache zu 'säubern', so hochgradig lächerlich. Früher oder später kamen alle Machthaber, Diktatoren, religiösen und politischen Ideologen zur Einsicht, dass nur das Umbringen der nicht wunschgemäss Kommunizierenden funktionierte. Sie taten es nachhaltig – und tun es immer noch, wie die Geschichte zeigt.

Sprechverbote

Eines der ältesten bekannten Sprechverbote ist die Nennung des alttestamentlichen Gottesnamens JHWH (im Hebräischen wurden Vokale nicht geschrieben, in Übersetzungen wurde gemutmasst, das heilige Vier-Konsonantengebilde sei mit den Vokalen a und e zu ergänzen und als 'Jahwe' auszusprechen). Für einen strenggläubigen Juden ist nur die Buchstabierung der vier Konsonanten erlaubt: 'Jod-He-Waw-He'. Dieses Nichtaussprechen des 'zu Grossen', das man aus Respekt oder auch aus Furcht nicht anzurufen traut, nahm die geniale Harry-Potter-Autorin Joanne Rowling auf bei Lord Voldemort, der auch von (fast) allen ausser Harry als 'He-Who-Must-Not-Be-Named', 'der, der nicht genannt werden darf' umschrieben wird. Doch beides, die Buchstabierung und die Umschreibung, sind auch nur wieder Codierungen, um auf das Verbotene hinzuweisen. Dasselbe tun biedere, kurzsichtige oder schlicht bildungsferne Eltern und Lehrer seit Jahrtausenden mit ihren Zöglingen, denen sie das Aussprechen von Fluchwörtern verbieten. Wenn der Knirps dann "Schschsch....eibenhonig!" oder "Shshsh....ittere Sache!" schreit, ist sowohl ihm wie allen in Hörweite klar, dass er 'Scheisse' bzw. 'Shit' meinte. Das Verbot ist also nicht nur lächerlich, sondern auch ineffizient und hilft niemandem: Es macht weder den Jungen noch die Umstehenden edler, noch hilft es dem, was da gerade als shit bezeichnet wurde. Der einzige 'Erfolg' ist, dass die Fluchwörter speziell attraktiv werden für die Mutigeren, und die Feigeren zu Petzern werden lassen.

Ähnlich ist es mit aktuellen Sprech- und Aktivitätsverboten: Wäre es nicht tatsächlich geschehen, es wäre zum Brüllen vor Lachen, dass man Neger, Weib, Mohrenkopf und tausend andere Wörter nicht mehr verwenden sollen dürfe und dass ein weisser Schauspieler nicht mehr Othello spielen kann, weil das Schwärzen seines Gesichts diskriminierend sei. Erklären Sie das mal einem ET, einem Besucher aus dem Weltall, ohne in prustendes Gelächter auszubrechen (wehe, Sie zeichnen ein Marsmännchen als grüne Zahnbürste! Da wir noch nie eins gesehen haben, dürften sich die Zahnbürsten diskriminiert fühlen!). Wer mit Onkel Toms Hütte gross geworden ist und Neger schon immer bewunderte, im Sport, im Tanz, aber auch als Wissenschaftler, Künstler, Generäle oder wo auch immer, ändert seine Bewunderung und Zuwendung nicht, wenn er aus ihm unerfindlichen Gründen gezwungen wird, sie anders zu bezeichnen. Umgekehrt ändert sich für den in der Wolle gefärbten Rassisten nichts, wenn er verächtlich mit den gerade als 'korrekt' freigegebenen Begriffen über Schwarze, Afroamerikaner, Latinos oder Inouits statt Eskimos spricht. Und die Bewunderung der Ersteren erzeugt in den Menschen anderer Hautfarbe genau soviel Freude wenn sie mit gerade verbotenen Bezeichnungen angesprochen werden, wie die Verachtung der Rassisten sie trifft, wenn sie mit den gerade als korrekt geltenden Bezeichnungen als minderwertig abgestempelt werden. Denn Zuwendung oder Verachtung liegen nicht im Wort, sondern in der Haltung dessen, der es benutzt. Wenn ich 'Bach' sage, steckt darin die jahrzehntelange Bewunderung und Liebe zum für mich wichtigsten Musiker aller Zeiten. Wenn mein Nachbar 'Bach' sagt, meint er verächtlich den verschmutzten Dorfbach.

Ausgrenzen, verunglimpfen und psychiatrisieren

Das auf den ersten Blick eigentlich erholsame Fazit ist also: Sprechverbote funktionieren nie und nützen niemandem. Auf den zweiten Blick wird es ungemütlicher: Alle Machthaber benutzen Sprechverbote um ihre Machtfülle zu demonstrieren. In westlichen Wohlfahrtsstaaten werden nicht gleich alle hingerichtet, man benutzt trickreichere Weg, ohne sich blutige Finger zu holen: ausgrenzen, verunglimpfen und psychiatrisieren. Das hingegen funktioniert durchaus, wie wir modellhaft an Klima-, Corona- und Rassimus-Hype beobachten können. Wer sich in Wortwahl und Gesinnung nicht an den Mainstream hält, verliert seinen Job in Behörden, Medien, Universitäten – das ist aktive Ausgrenzung. Gleichzeitig werden die Ausgegrenzten als Lügner, Verschwörungstheoretiker, Fake-News-Verbreiter, Übergeschnappte und – da schwingt dann schon der Diskurs aller Diktaturen mit – als 'Staatsfeinde' und 'Verräter' bezeichnet; das ist aktive und wirksame Verunglimpfung. Der letzte Schachzug, der je nach Naturell des Betroffenen schlimmer ist als die Hinrichtung, ist die Psychiatrisierung. Wenn die Entschädigung stimmt, finden sich immer käufliche Psychiater, die genau das Gutachten erstellen, das der Auftraggeber wünscht. Und das Geniale daran ist, dass die Psychiatrie sich in den letzten paar tausend Jahren nur unwesentlich über das Kaffesatz- und Vogelfluglesen hinaus entwickelt hat, nüchterner formuliert: dass es sich bei der Psychiatrie mutmasslich um die ungenauste Wissenschaft handelt, die sich je dieses Etikett anzukleben wagte. So wenig irgendeine Diagnose bewiesen werden kann, so wenig kann ihr Nichtzutreffen stringent bewiesen werden. Sie können den staubtrockensten, bravsten, biedersten Menschen hernehmen und ihn mit einem gekauften Gutachten in die geschlossene Abteilung verfrachten. Er hat keine Chance, je wieder rauszukommen. Und wenn er sich dessen bewusst wird, schnappt er vielleicht wirklich über. Die Macht der Machthaber, über ihre gefolgstreuen Medien Missliebige dauerhaft und nachhaltig auszugrenzen, sollte man nicht unterschätzen. Auch wenn sich alles im besten Fall als erstunken und erlogen erweisen sollte: semper aliquid haeret. Erinnern Sie sich, als der Boulevard versuchte, dem diesbezüglich wohl harmlosesten aller Bundesräte seit 1847, Kaspar Villiger, Bordellbesuche anzuhängen? Die Massen johlten. – Denken Sie es für sich einmal durch. Wie würden Sie sich verhalten, wenn Sie wegen irgendeinem total erfundenen Schwachsinn psychiatrisiert würden? Ich würde vermutlich alle umlegen, um wieder rauszukommen – und wäre dann erst recht drin, wenn sie mich schnappten. Und vergessen Sie nicht die Medikamente, mit denen Sie gegen Ihren Willen 'ruhig gestellt' werden. – Dann doch lieber gleich auf offener Strasse erschossen werden wie als Dissident in Russland, oder nicht?

'Political correctness'? – 'Sprachsäuberungs-Sekte' wäre passender

Natürlich sind wir es gewohnt, dass die Sprache sehr oft das Gegenteil dessen suggeriert, was sie bezeichnet, von der 'Deutschen Demokratischen Republik' als Bezeichnung für das Land, in dem kein Furz demokratisch oder republikanisch entfahren durfte bis zur chinesischen 'Volksbefreiungsarmee', die insofern eine unfreiwillig ehrliche Komponente enthält, als man daraus schliessen kann, dass das Volk gefangengehalten wird, da es sonst ja keiner Armee bedürfte, die ebendieses Volk 'befreit'. Hoch geeignet auch die völlig wilde Verwendung des Begriffs 'liberal', vom lateinischen Wort für Freiheit, 'libertas', abgeleitet. Das Antonym zur Freiheit des Individuums ist aber, seit es Politik gibt, die Machtansammlung bei der Regierung, also alle Formen zentral gebündelter Staatsmacht, die möglichst alles Sprechen, Tun und Denken der Untergebenen kontrolliert und reguliert. Kurz kann man das miteinander ringende Gegensatzpaar 'Liberalismus versus Etatismus' nennen. Nun nennt sich aber in den USA die linke, etatistische, regulierungsfreudige Partei 'The Liberals' bzw. 'Democrats', was beides völlig widersinnig ist. Linke Parteien weltweit fordern wesensgemäss mehr Regeln, mehr Staatsmacht, mehr Umverteilung und wenden sich sowohl gegen die freie Marktwirtschaft – die rührend-herzige JUSO Schweiz will immer noch 'den Kapitalismus abschaffen', und zwar ganz! – wie gegen die Freiheit des Einzelnen, die aus linker Sicht immer hinter dem Wohl des Kollektivs zurückzustehen hat.

Zu meinen Lieblingen unter den absurden Bezeichnungen zählt auch die 'permanente Revolution' im Kuba des guten, alten Fidel Castro. Mit diesem Widerspruch in sich selbst – dem punktuellen Ereignis einer Revolution und der Permanenz – können wir uns dem gleichermassen in sich widersprüchlichen Begriff der 'political correctness' zuwenden. 'Korrekt' ist ein etwas engeres, leicht nach Amtsstube riechendes Synonym zu 'richtig' oder 'regelkonform': man kann ein Formular 'korrekt' ausfüllen oder beim Aufschlag im Tennis den Ball 'korrekt' oder eben 'regelkonform' im Feld des Gegners platzieren. Aber 'korrekt' und 'politisch' zusammenzubringen ist ähnlich absurd wie 'vegan' und 'saignant'. Man nenne mit irgendeinen Aktivitätsbereich, in dem 'Korrektheit' deplazierter wäre als in der Politik, wo es immer nur um Machtgerangel mit allen Mitteln - ausser mit 'Korrektheit' - ging und geht?

Interessant ist die Entstehungsgeschichte (Google hilft wie meistens): Im Jahre 1793 entschied der Oberste Gerichtshof der USA, es sei 'nicht politisch korrekt', einen Trinkspruch auf den Staat, also die USA auszubringen anstatt auf den Menschen. Die Begründung bitte auf der Zunge zergehen lassen: ...weil der Staat zwar "das edelste Werk des Menschen", der Mensch selbst aber "das edelste Werk Gottes" sei. An beidem darf frohgemut gezweifelt werden. Und wir sehen auch gleich, um wie zentrale Angelegenheiten es bereits damals schon ging: um einen Trinkspruch...

Dann wurde die 'political correctness' zunehmend ironisch und von den Verteidigern der Meinungsäusserungsfreiheit pejorativ verwendet. Dummerweise schaffte es bislang niemand, die Sprechverbote ausnahmslos aussen vor zu halten. Auch in Helvetien gibt es die Ehrverletzungstatbestände und die (verschärfte!) Rassismusstrafnorm 261bis StGB, die dem Spitzeltum Tür und Tor öffnen. Anstatt jeden plappern zu lassen, was er will und sich damit selbst zum Idioten zu machen, muss sich die Justiz darum kümmern, was in der Geschichte alles zu den Völkermorden gehört und deshalb nicht 'öffentlich negiert' werden darf und – noch viel lächerlicher – ob jetzt der vertikal erhobene Ring- oder Zeigefinger des Schreiners, der sich den Mittelfinger mal abgeschnitten hat, eine Ehrverletzung des solcherart Gegrüssten oder doch nur ein 'Aufpassen!' (Zeigefinger) oder die Botschaft 'Ich bin wieder solo!' (Ringfinger) sei. Die Tür für die Sprachsäuberungswütigen war also bereits einen Spaltbreit offen – und nun hagelt es täglich neue Einträge in die Liste dessen, was nicht mehr gesagt und schon gar nicht getan werden darf.

Mit etwas Distanz betrachtet, gibt es natürlich Stoff für eine endlose Comedy-Serie, denn Sich-diskriminiert-Fühlen, Beleidigtsein und alle die Jammer-Befindlichkeiten entziehen sich der für ein Verschuldensstrafrecht zwingend erforderlichen Beweisbarkeit. Nun beweisen Sie mal, dass eine attraktive Dame, die von einem Fan als 'hinreissendes Klasse-Weib' bezeichnet wurde, sich zutiefst beleidigt fühlt, ja darin eine Diskriminierung aller schönen Frauen sieht, da doch zuerst ihre überragende Intelligenz und ihre Sozialkompetenz hätte erwähnt werden müssen. Oder beweisen Sie, dass sie sich im Gegenteil darüber gefreut hat. Der Urteilsspruch hängt wahrscheinlich nur noch von der quotenmässigen Zusammensetzung des Gerichts ab.

Zeitreisen sind möglich! Wir schreiben die Vergangenheit um!

Eine weitere Comedy-Serie erleben wir mit dem aktuellen Sturm in die Vergangenheit, bei dem es nicht nur um das Stürzen von Denkmälern geht, sondern auch um das Umbenennen Tausender von Strassennamen, das Umschreiben aller Geschichtsbücher und um Millionen von Sprechverboten.

Jesus muss vom Kreuz!

So müssen m.E. alle christlichen Kreuze von allen Bergspitzen und aus allen öffentlichen Räumen entfernt werden. Der Grund ist einfach: Jesus, der genderfeindliche Rassist, hatte nur weisse Männer in seiner Jüngerschaft – jaja ausser man hält in da Vincis Abendmahl den hübschen langhaarigen Jünger neben Jesus, der im Weglehnen ein als Weiblichkeitssymbol zu deutendes Dreieck bildet, für seine Geliebte Maria Magdalena - ein sympathischer Gedanke!, aber auch dann ist die Quotenregelung nicht eingehalten!


abendmahl_leonardo.jpg


Und was ist mit Black Lives Matter? Kein einziger Schwarzer unter den Jüngern! Stellt euch vor, man hätte mit den Abendmahlsteilnehmern eine Arena-Sendung abgehalten: in dieser Besetzung! Auch die Anti-Alkoholiker und Blaukreuzler aller Länder sind dafür, dass man nun endlich einen Kreuzzug gegen den Gekreuzigten unternimmt, hat dieser Jesus doch Wasser in Wein verwandelt und damit die Massen in Versuchung geführt und abgefüllt (auch die Weinproduzenten wehren sich in einer Verlautbarung gegen diesen faulen Zauber; und die Bäckergilde ist ebenfalls seit 2000 Jahren stinksauer, weil er aus ein paar Körben mit Brötchen 5000 ernährt hat und sie keinen Heller daran verdienten) – Also: der Kerl muss vom Sockel, oder eben vom Kreuz. Von einem solchen frauenfeindlichen Rassisten und Alki-Promoter und Feind des Bäckerhandwerks wollen wir doch gar nicht erlöst werden, oder?

Recht auf Bildung für Mohammed!

Und wie war das genau mit Mohammed, der in diskriminierender Weise nicht zur Bildung zugelassen wurde, deshalb nicht schreiben konnte, den ganzen Koran auswendig diktieren musste – und ein paar tausend Jahre später wird er kritisiert, weil da vielleicht nicht alles wörtlich genau so drinsteht, wie es ihm gesagt wurde? Und all das Zeugs mit dem heiligen Krieg und der segensreichen Verhüllung der Frauen sei sowieso dazu erfunden? Der damalige Bildungsminister gehört vom Sockel! - Moses, Buddha und Konfuzius erspare ich Ihnen vorläufig, aber wir brächten auch die vom Podest mit dem wahren, heiligen Furor der Säuberer.

 

Die Idee hinter dem Sprachsäuberungs-Aktivismus

Beispiel Gewerkschaften

Die ursprüngliche Idee, anständiger mit Minderheiten umzugehen, war so nachvollziehbar und sicher lieb gemeint wie die Idee, die aufgrund der industriellen Revolution oft lausig behandelten Arbeiter besser zu schützen, was zur Gründung der Gewerkschaften führte. Beide Ideen haben sich durch Übertreibung ad absurdum geführt. Das Erreichen politischer Ziele führt in vielen Fällen nicht dazu, dass die Promotoren dieser Zielerreichung die Segel streichen und die Hände in den Schoss legen. In aller Regel machen sie stur und verbissen auf dem eingeschlagenen Weg weiter. Schliesslich ist ja die Organisation vorhanden, die Kämpfer sind da, die Mittel, die Argumente und Medienkanäle. Die Gewerkschaften erreichten, dass die Arbeiter nicht mehr 80 Stunden arbeiten mussten, nicht vermeidbaren Gesundheitsrisiken ausgesetzt wurden und vieles mehr: wunderbar! Aber als sie das Wichtigste erreicht hatten, machten sie auf dem eingeschlagenen Gleis weiter und kämpfen heute um jede Minute noch weniger Arbeit zu noch besserer Entlöhnung mit dem Ziel des garantierten Grundeinkommens ohne Arbeit. In ihrer Verblendung merken sie nicht, dass sie damit das Feld kaputt machen, das sie für ihre vermeintlichen Mandanten sauberer, angenehmer, menschlicher machen wollten. Aus dem Ziel, Arbeit erfüllend, bereichernd oder zumindest erträglich zu gestalten wurde jegliche Form von Arbeit zum Feindbild, zur zu minimierenden oder besser ganz abzuschaffenden Sklaverei und Ausbeutung.

Die kurzsichtigen Gewerkschafts-Tribune merken auch nicht, dass sie mit ihrem hirnrissigen Kampf gegen die menschliche Arbeit die Förderung von KI und Robotik antreiben, elegante Lösungen für die Unternehmer, die lästigen Gewerkschaften ins Leere laufen zu lassen und schliesslich ganz loszuwerden. Und bereits heute sehen wir, dass die Unternehmer, die immer schon die Kreativeren waren, am Schluss gewinnen und die meist etwas dümmeren Gewerkschafter verlieren werden. Auch das ist nicht weiter erstaunlich, denn richtig kluge, kreative Menschen werden wohl nur in den allerseltensten Fällen Gewerkschafter.

Die Jakobiner sind wieder da!

Nun habe ich absichtlich die Gewerkschafter beleidigt, um den Furor der Jakobiner der Sprachsäuberer auf mich zu ziehen, deren Promotoren ich jetzt gleich auch mit Hochgenuss als reichlich dumm und zurückgeblieben beschreiben möchte. Aber selbstverständlich mit guten Argumenten, gegen die nur ebensogute Argumente helfen. Beleidigtsein reicht nicht. Die Sprachsäuberer und Geschichtsumschreiber verkennen, dass Beleidigtsein ein völlig freiwilliger Zustand ist. Eine Kugel in den Kopf zu kriegen oder die Kehle durchgeschnitten bekommen – das sind in der Regel unfreiwillig erlangte Zustände. Aber was mich wo und warum in den ziemlich kindischen, lächerlichen Zustand des Beleidigtseins abgleiten lässt, ist völlig freiwillig. Sorry, aber über Beleidigte musste ich schon als Dreikäsehoch lachen. Unvergesslich Tante Frieda mit den schmalen Lippen, die sowas wie 'dauerentrüstet' war und auch das Wetter als persönliche Beleidigung auffasste. Zugegeben, wir halfen manchmal etwas nach und gaben ihr Stoff.

Starke ersetzen Beleidigtsein durch Lachen

Der Starke – dies meine These – ist überhaupt nie beleidigt, weil er erkennt, dass der Zustand nicht effizient ist, zu nichts führt ausser zu Lamento und weinerlichem Geschrei nach Bestrafung des Beleidigers. Hinter seinem lockeren Umgang mit Beleidigungen steckt die Aufklärung, die Erkenntnis der Relativität menschlicher Wahrnehmungsinterpretationen und damit der Einsicht, dass niemand einen absoluten Wahrheitsanspruch für seine Interpretation von 'Welt' erheben kann. Somit hat er kein Problem mit Leuten, die ihn oder irgendwelche Minderheiten in den Dreck zu ziehen versuchen oder sonst irgendwelche Dinge erzählen, die er für kompletten Schwachsinn hält.

Schärfer formuliert: Er erkennt, dass jeder, der etwas über die Welt sagt, damit primär etwas über sich selbst aussagt. Ob er allfällige Zielobjekte seiner Aussagen erreicht, ist den Zielobjekten überlassen. Der Kritiker sagt mehr aus über sich als über das Kritisierte. Diese Erkenntnis lässt ihn auch lachen über Beleidiger, über Stuss-Erzähler, über Panikmacher, ja sogar über Holocaust-Leugner. Wie kann man beleidigt sein von jemandem, der tausendfach bewiesene historische Tatsachen negiert. 'Um schonendes Anhalten wird gebeten', hiess es früher im Radio, wenn so einer durch die Gassen zottelte. Das überzeugendste Indiz für ein starkes Individuum, aber auch für ein starkes Kollektiv, ist das Mass der Meinungsäusserungsfreiheit. Umgekehrt ist die Panik, mit der die Sprachsäuberungs-Ideologen und Gesinnungsterroristen stasi-artig Jagd machen auf die ausufernden Möglichkeiten, beleidigt zu sein, ein verlässliches Zeichen für Schwäche und eine Form von Dummheit, die sich mit den üblichen IQ-Tests nicht messen lässt. Es ist so etwas wie ein Mangel in der charakterlichen Entwicklung, ein Zurückgeblieben- bzw. auf frühkindlicher Stufe Steckengebliebensein.

 

Die schönsten Fehlschlüsse der Sprachsäuberer

Vergleichbar dem Eigentor der Gewerkschaften, die ihre Mandanten selbst ins Aus befördern, machen die Sprachsäuberer das Feld kaputt, das sie verschönern, säubern, ja retten wollten. Einer der vielen grandiosen Fehlschlüsse ist der naive Glaube, die Säuberung der Sprache durch Myriaden von Verboten und die Jagd nach den berühmten 'Mikro-Aggressionen' hätte auch nur den geringsten Effekt auf die inneren Überzeugungen der Sprechenden und Schreibenden. Klar, wenn die Arbeit eines Studenten nicht akzeptiert wird nur weil sie dem gerade aktuellen Sprachkodex nicht entspricht, wird er ihn das nächste Mal einhalten, aber nicht weil er von der Sache überzeugt ist, sondern aus reinem Opportunismus. In der Regel tritt sogar der gegenteilige Effekt ein: Er beginnt die Leute zu verlachen und zu verachten, die den Fokus auf solchen Schwachsinn richten anstatt auf den Inhalt seiner Arbeit.

'Gendern' beruht auf Fehlschlüssen und macht die Sprache hässlich

Geradezu rührend sexversessen ist die Verwechslung von Genus und Sexus, also das Ausblenden des generischen Maskulinums, das in keiner Weise auf eine männliche Entität hinweist. Aber die Fokussierung der Fanatiker ist mitunter so stark, dass hinter jedem Maskulinum die Schimäre des Patriarchats verortet wird. Auch dies Stoff für Glossen:

Lasst uns gendern!

Wenn man hinter jedem DER einen bösen weissen Mann und hinter jedem DIE eine liebe farbige Frau wittert, gibt es tatsächlich unendlich viel Empörungs- und Entrüstungs-Potenzial! Just enjoy it und zieht zu Felde gegen DIE Falle, DIE Lüge, DIE Dummheit – das muss umgeschlechtet werden, und zwar subito! Umgekehrt ist DER Star eine Frechheit, wo das Französische doch längst begriffen hat, dass es LA STAR heissen muss. DER KuKluxKlan ist hingegen ok, aber wieso DIE 'Ndrangheta? DIE AfD, DIE SVP? Und DER Kommunismus, DER Sozialismus geht gar nicht, das sind doch urweibliche Ideen? – Auch die religiösen Legenden müssen umgeschrieben werden: Jesusa war eine schwarze Frau, die von – das können wir lassen – bösen weissen Männern ans Kreuz genagelt wurde. Mohammedina war sowieso 'coloured', in Medina bleibt keiner bleich. Und ab sofort müssen alle Moslemmänner Burka tragen, die sind eh hässlicher! Auch Buddhinella war mindestens angebräunt und eine Frau; so sitzen können die steifen Männer eh nicht, Konfuzalina war garantiert eine gelbe Dame – so gute Gesetze macht kein Mann! Morgen machen wir Mosesa und die Indianerhäutlinginnen –bleiben Sie dran! - So macht DIE Geschichte DIE Sinn und DIE Spass – und das ist schliesslich DIE Sinn von Geschichten und Geschichte, oder nicht?

Der darauf aufbauende zweite Fehlschluss ist der, dass jeder, der sich nicht an diese Sprachver- und -gebote hält, ein Bösewicht sei, der die vermeintlich schutzbedürftigen Frauen und jegliche Minderheiten nicht respektiere. Binäres Denken, Reduktion einer Wahrnehmung auf Schwarz-Weiss, Entweder-Oder ist ein zuverlässiges Zeichen für geistige Einfachheit oder schlicht Dummheit. 'Wer nicht für mich ist, ist gegen mich!' - so einfach gestrickt sind doch normalerweise nur Politiker? Es geht nicht in die Hirne dieser scheuklappentragenden Ideologen, dass man ein Riesenfan der Frauen sein und dies durch den Inhalt seiner Texte und durch sein Handeln beweisen kann, aber aus rein sprachästhetischen Gründen auf die ewige Wiederholerei von Personenbezeichnungen oder die grausliche, den Lesefluss abwürgende 'MenschInnen'-Masche, die beim lauten Vorlesen jedesmal einen an Brechreiz erinnernden Glottis-Knacklaut erfordert oder – ganz übel – neue Wortungetüme wie die 'Lehrpersonen' schafft, gerade um der Schönheit der Sprache willen verzichtet. Sprechverbote und -gebote machen die Sprache hässlich und arm. Witzigerweise wird die täglich wachsende Liste von Tabu-Wörtern grossmehrheitlich nicht etwa von den damit Bezeichneten gemacht, sondern von einer selbsternannten, linken, weissen Möchtegern-Elite, die die Arroganz hat, so zu tun, als wüssten sie, was andere beleidige oder diskriminiere. Denn sie tun dies in aller Regel ohne nachzufragen, ob es dem Schwarzen nun wirklich wichtig sei, ob man das vom lateinischen Adjektiv für schwarz, 'niger, nigra, nigrum', stammende Wort 'Neger' benutze oder ihn auf seine Herkunft reduziere und beispielsweise als Afroamerikaner bezeichne, auch wenn seine Familie schon genau so lange auf dem amerikanischen Kontinent lebt wie alle Weissen, die man ja auch nicht als Brito- oder Iroamerikaner bezeichnet, weil ihre Vorfahren dereinst aus Grossbritannien oder Irland eingewandert waren. Wie lächerlich diese Tabuisierung des Wortes 'Neger' ist, zeigt sich nur schon darin, dass man konsequenterweise auch die Weissen hierzulande auf ihre Herkunft reduzieren müsste: ein in der Schweiz aufgewachsener Deutscher würde zum Germanohelvetier, alle in Deutschland ansässigen Türken zu Turkogermanen – und wieder einmal würde das Gegenteil des Angestrebten erreicht. Herkunftsbezeichnungen reduzieren den Bezeichneten ja gerade auf das Anderssein, verhindern die völlig natürliche Integration.

Vergangenheit ändern macht Spass

Zugegeben, der Traum von den Zeitreisen ist uralt und kein Phantasiebegabter kann sich dem Reiz ganz entziehen, mal kurz zurück zu sausen und zum Beispiel den dussligen Soldaten Adolf Hitler in der ersten Flandernschlacht im ersten Weltkrieg im doppelten Sinne fallen zu lassen. Aber er war eben nur Bürogummi und Meldegänger weitab von der Front, so leicht wäre es wohl gar nicht gewesen, eine Kugel ihn finden zu lassen.

Nun, unsere enthousiasmierten Sprachsäuberer wollen auch die Vergangenheit reinigen. Die ganze Literatur gehört umgeschrieben, auf dass die zarten Seelen der sie Konsumierenden und vor allem der armen, traumatisierten Studenten auf dem Campus nicht weiter leiden müssen.. Man kann sie ganz nach dem Grundrecht der Meinungsäusserungsfreiheit wie jede andere Sekte ihren Schwachsinn weiter erzählen lassen und sich nur gerade dort darum kümmern, wo man sich als Student einem Sektenmitglied in Dozentenposition gegenüber sieht. Im Übrigen macht man denselben Bogen wie um Zeugen Jehovas, Scientologen, Klima- oder Coronahysteriker. Ich finde wirklich, dass jeder seinen Schwachsinn erzählen darf, solange er mich nicht dazu zwingt, ihm dabei zuzuhören. Aber man belasse uns, den nicht ganz so sensiblen Seelen, wenigstens die Originale.

Foucault meinte mit der Kritik an der Macht der Diskursinhaber die Leute, die die Macht haben, anderen vorzuschreiben, welche Begriffe sie mit welchen Inhalten wie verwenden dürfen, die Leute, die die Interpretationshoheit für sich beanspruchen und die Macht haben, sie weitgehend auch durchzusetzen. Er richtete sich also genau gegen die Diskurshoheitsbeansprucher, die heute Professuren bekleiden und die Macht haben, die studentische Arbeit abzulehnen, die nicht sprachtugendterrorkonform ist (ein herrliches Adjektiv, wird bestimmt bald verboten). Aber ausserhalb des Campus hält sich die Macht der Sekte in Grenzen. Sicher gibt es ein paar mehr oder weniger stark infizierte Medien und müssen immer wieder mal behördliche Formulare umgeschrieben werden, aber im Alltag der breiten Bevölkerung hat die Sprachsäuberungs-Sekte einen ähnlichen Stellenwert wie die Mormonen oder andere skurrile, oft auch lustige Eiferergemeinschaften.

Die gute Nachricht: Freiheit und Humor sind 'unkaputtbar'

Auch wenn alle Bücher umgeschrieben sind und jeder ins Gefängnis gesteckt wird, der ein Wort von der 'schwarzen Liste' (ist diese negativ konnotierende Metapher nicht rassistisch!?) benutzt, wird weiter codiert, gelästert, gespottet und gelacht über alles und jedes. Auch die Holzhammermethode in der Erziehung mit Stromstössen bei 'falscher' Ausdrucksweise wird den Humor nicht töten können, wie man in allen Diktaturen beobachten kann, die regelmässig die Meinungsäusserungsfreiheit massiv einschränken. Denken Sie an den Great-Dictator-Film von Charlie Chaplin mitten im zweiten Weltkrieg:


chaplin_dictator.jpg

Der Witz ist, dass die Witzproduktion sogar extrem gesteigert wird, wenn man sie verbietet. Und der noch grössere Witz ist, dass die grauslichsten Witze just von denen erzählt werden, die damit auf die Schippe genommen werden. Sprachverbote funktionieren nur als Denkverbote. Und die funktionieren nur, wenn der Denkapparat ausgeschaltet wird. Das mag in Einzelfällen mit der legendären 'Gehirnwäsche' oder bei echten Dummies über das Schafherdenverhalten einigermassen klappen, aber in aller Regel reicht das Durchtrennen der Stimmbänder nicht. Stalin hatte schon recht: 'Lebender Mann: Problem. Toter Mann: kein Problem.' – Und ja, die Frauen sind wie immer mitgemeint.

 

Ich freue mich auf Feedbacks:

info@marpa.ch; Christoph A. Meier/Marpa,
Sennhof 1, CH-8594 Güttingen, +41 79 430 57 67

Denk-Aufgaben von Christoph Meier/Marpa

 

Denk-Aufgaben 2020

20-09 Sprachsäuberer und Denkalstürmer

20-08 Alle lügen

20-07 Gefühle auf dem Seziertisch

20-06 Corona - Entwurf einer Problemloesungsmatrix

20-05 Des Kaisers neue Kleider

20-04 Corona, Freiheit und die Tiere

20-03 Positive Aspekte des Corona-Theaters

20-02 Willkommenskultur

20-01 Die Weltformel

 

Denk-Aufgaben 2019

19-13 Diskriminierungs-JägerInnen

19-12 Friendship with Nature

19-11 Abschied von der Generation Opfer

19-10A Trutztipps

19-10 An die Putin- & Greta-Bewunderer

19-09 KO-Tropfen für die Meinungsäusserungsfreiheit

19-08 Binarität

19-07 Rassismus

19-06 Angst macht dumm

19-05 Tod eines Gedenkenden

19-04 Tipps für Kühlschränke, Frauen und Restmänner

19-03 Mein Coming out

19-02 Bist du kultursensibel?

19-01 Rassist, Fundi oder beides?

 

Denk-Aufgaben 2018

18-12 Zeus und Gaialina

18-11 Gesellschaftsutopien

18-10 Kooperation

18-09 Aber es sind doch nur Menschen!

18-08 Selbstbestimmung

18-07 Kantonstierarzt Ulk

18-06 Opfer-Taeter

18-05 Der Marpa-IQ-Test

1-804 Untergang

18-03 Der Radfahrer

18-02 Joggerin und Wildsau

18-01 Katastrophitis

 

Denk-Aufgaben 2017

17-13 Feliz Navidad

17-12 Samichlaus

17-11 Bist du auch traumatisiert?

17-10 Taking Risk vs Taking Care

17-09 Gretchenfragen

17-08 Dein Kampf

17-07 ...und führe uns nicht in Versuchung...

17-06 13 Tipps für Männer

17-05 Thesen-Anschlag

17-04 Helvetien - eine Gesellschaft von Softies?

17-03 marpa-philosophy

17-02 Software

17-01 Eigentherapie

 

Denk-Aufgaben 2016

16-06 Transition

16-05 Globalisierung

16-04 Opti und Pessi

16-03 Endlich Opfer!

16-02 Echt?

16-01 Angst und Vorsicht

 

Denk-Aufgaben 2015

15-06 Glaube nichts

15-05 Erfinde Dein Kollektiv

15-04 Selbstvergewisserung

15-03 Housi Moser: "Zum Wohl"

15-02 Religiöse Gefühle

15-01 Murmur

 

Denk-Aufgaben 2014

14-05 Linkes Denken - ein Grundlagenirrtum

14-04 Die Verwechslung von 'Wahrheit' und 'Aufrichtigkeit'

14-03 Die 11 Marpa-Gebote

14-02 Gleichheit

14-01 Geschlossene, offene oder semipermeable Beziehungen?

 

Denk-Aufgaben 2013

13-08 Die Hausmaus Mauro

13-07 Unterscheidbarkeit und Sinuskurve

13-06 Die Crux mit dem Primat der Naturwissenschaften

13-05 Unterdrückung des Denkens

13-04 Machtmissbrauch

13-03 Identität

13-02 Beamtenträume

13-01 Der Osterhasen-Sprung

 

Denk-Aufgaben 2012

12-07 Olympische Tricks

12-06 Whistleblowing

12-05 Staat und Wissenschaft - die Götter der Neuzeit

12-04 Ehrenamtlichkeit

12-03 Heiterkeit

12-02 Promethea

12-01 Erleuchtung zum Schnaeppchenpreis

 

Denk-Aufgaben 2011

11-04 Wenn Glück weh tut

11-03 Therapiespiel: Meine Lieblings-A-Loecher

11-02 Demokratie und Mündigkeit

11-01 Exclusive Adventure

 

Denk-Aufgaben 2010

10-12 Merlins Freundin

10-11 Der Spaziergang

10-10 Roswitha das Wiesel

10-09 Endlösung

10-08 Liebe, Lust und Ehe

10-07 Freude an der Gewalt

10-06 Dialog

10-05 Dekadenz als Chance

10-04 Erziehung - ein fundamentalistisches Konzept?

10-03 Betrugsberater

10-02 Prostitution

10-01 Glauben oder Wissen?

1000 Projekte

 

Denk-Aufgaben 2009

9-12 Vom Christentum und anderen Mythen

9-11 Sarah

9-10 Anerkennung

9-09 Sicherheit und Freiheit

9-08 Achtsamkeit

9-07 Der ewige Wandel im Jetzt

9-06 E-V-E

9-05 Mogelpackung

9-04 Wohlfahrtsstaat

9-03 Ungehorsam

9-02 Soihundswaetter

9/01 Bastelnachmittag

 

Denk-Aufgaben 2008

8-15 Housi Moser: Jage

8-14 Und sie bewegt sich doch...

8-13 Dümmste Sätze II

8-12 Weglassen

8-11 Die Legende vom wilden Baum

8-10 Reisen

8-09 Der Trauma-Trend

8-08 Lob der Dummheit

8-07 Was denkt ein Bär?

8-06 Sicherheit - um welchen Preis?

8-05 Schöpfung - Ent-Schöpfung

8-04 Freundestreue

8-03 Fundament A List

8-02 Weltenretter Rilf

8-01 Marpa-Aphorismen

 

Denk-Aufgaben 2007

7-13 Flynn und Emma

7-12 "Mach etwas aus deinem Hass!"

7-11 Schule als Spiegel der Gemeinschaft

7-10 Housi Moser: Teiche

7-09 Versöhnungsversuch Schöpfung/Entschöpfung

7-08 Freund oder Feind?

7-07 Housi Moser: Liebi

7-06 Dilemmakompetenz

7-05 Frau und Macht

7-04 Fallender Schnee

7-03 Der Trick mit dem Einverstandensein

7-02 Die Welt als Selbst-Bedienungsladen

7-01 Housi Moser: Talänt

 

Denk-Aufgaben 2006

6-12 Das Perpetuum Mobile

6-11 Wie hast Du's mit dem Glück?

6-10 Absolutheitsansprüche

6-09 Housi Moser: "Im Anfang war das Wort"

6-08 Gesucht: die folgenschwersten Sätze des Abendlandes

6-07 Housi Moser: Abschied

6-06 Religionen - Angst-Narkotikum oder Angst-Überwindungsmodelle?

6-05 Weiter Denken

6-04 Wenn Liebe trennt

6-03 Demenz

6-02 Ambivalenz von Wissen und Können

6-01 Housi Moser: Boue

 

Denk-Aufgaben 2005

5-12 Das Weihnachtslagerfeuer

5-11 Rotkäppchens Coming-out

5-10 Housi Moser: Froue

5-09 Geburt

5-08 Sprache und Selbstreflexion - for humans only?

5-07 Quelle statt Causa

5-06 Lieben heisst, die Welt durch die Augen des andern zu sehen

5-05 Kunst und Jetzt

5-04 Schönheit?

5-03 Lust auf ein Umstürzchen?

5-02 Wahrheit auf Berndeutsch

5-01 Elefantenblau

 

Denk-Aufgaben 2004:

4-12 Alternative Wahrheitsmodelle

4-11 Das Zuwendungspronomen MEIN

4-10 Gibt es ein Leben nach der Geburt?

4-09 Gefahr und Klarheit

4-08 Gibt es Gott?

4-07 Kausalität und Wirklichkeit

4-06 WEIL

4-05 Lust auf Intimität?

4-04 Modell-Theorie

4-03 Objektivität

4-02 Humor

4-01 Gwunderfitzli

 

Denk-Aufgaben 2003:

3-13 Staunen

3-12 Weltverbesserungsfalle

3-11 Arbeit

3-10 Housi Moser: Für e Momänt

3-09 Autonomie

3-08 Ich befürchte, dass...

3-07 Das Königskuchenmodell

3-06 Die neue Triathlon-Formel: Körper-Seele-Geist

3-05 Richtig leben mit Wunibald

3-04 Jenseits von Gier und Schmerz

3-03 Der Trick mit dem Glück

3-02 Achtsam managen

3-01 Religio

Denk-Aufgaben 2002

2-06 Form und Inhalt

2-05 Konfliktkultur

2-04 Ganzheitliche Bildung

2-03 "Das Beste im Leben sind die Katastrophen"

2-02 Herzöffner zum Du

2-01 "...denn der Mensch ist nur ein Märchen"

 

Denk-Aufgaben 2001

1-04 Die Weisheit des Ostens

1-03 Angst und Liebe

1-02 Nichts ist nur richtig - nichts nur falsch

1-01 "Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis"

 

Archiv